PERU – Bolivien 2:1

01.09.2017, Estadio Monumental in Lima, 50.501 Zuschauer

Der nächste “kleine” Südamerikaner nach Bolivien, der sich den UFWC-Titel zurückholt. Ein sanfter Aufschwung hatte sich angedeutet, nachdem der Argentinier Ricardo Gareca 2015 den Nationaltrainerposten in Peru antrat. Der brachte es zuvor in rund 20 Jahren auf 13 Stationen bei Vereinen aus aller Herren südamerikanischer Länder. Bei Peru schlug er gleich ein. Bei der Copa América Centenario 2016 gewannen Garecas Mannen in der Vorrunde gegen Brasilien, zogen als Gruppensieger ins Viertelfinale ein und scheiterten dort erst im Elfmeterschießen an Kolumbien. Auch in der Qualifikation fürs WM-Turnier 2018 war Peru stark wie lange nicht und zog schließlich in die Play-offs gegen Neuseeland ein. Die erste WM-Turnierteilnahme seit 1982 war ganz nah. Dank Ricardo Gareca.

 

 

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BOLIVIEN – Argentinien 2:0

28.03.2017, Estadio Hernando Siles in La Paz

Zum vierten Mal nach 1957, 1979 und 1994 eroberte Bolivien den UFWC-Titel. Zum vierten Mal passierte das an gleicher Stelle und, der entscheidende Faktor, auf gleicher Höhe, und zwar auf genau 3.604 Metern Höhe in La Paz. Die Tore erzielten Juan Carlos Acre (31.) und der Werder-Bremen-Fans möglicherweise noch geläufige Marcelo Moreno (52.), eine 8 von 10 auf der Carlos-Alberto-Skala für Fehleinkäufe an der Weser. Optisch und in Sachen Vorname hatte er viel von Chiles Marcelo Salas, bei Kopfballspiel und Torinstinkt aber kam Moreno nicht ganz mit. Immerhin hatte Bremen aus dem Fall Carlos Alberto (10 von 10 auf der Carlos-Alberto-Skala), der zu allem Überfluss auch noch über 8 Millionen Euro gekostet haben soll, gelernt und Moreno nur von Shakhtar Donezk ausgeliehen. So richtig Fuß gefasst hat der Angreifer, seit er Werder Ende 2009 verließ, auch nirgends so recht: Von Donezk ging es gleich weiter zu Wigan, später tingelte er durch Brasilien (Gremio, Flamengo, Cruzeiro) und spielt heute schließlich in China beim Zweitligisten Wuhan Fall. Eines aber kann Marcelo Moreno keiner nehmen: Dass er den Sieg gegen Argentinien im UFWC-Spiel mit seinem 2:0 frühzeitig sichergestellt hat.

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ARGENTINIEN – Chile 1:0

23.03.2017, Estadio Monumental Antonio Vespuci in Buenos Aires, 55.000 Zuschauer

Wie schnell es gehen kann: War 2014 noch Brasilien der südamerikanische Patient, übernahm im Rahmen der Eliminatorias für das WM-Turnier 2018 in Russland mehr und mehr Argentinien diese Rolle. Der 1:0-Sieg über UFWC-Titelträger Chile durch ein Elfmetertor von Lionel Messi (15.) am 13. Spieltag half da in der sehr engen Qualifikation auch nicht viel. Für einen Spieltag sprangen die Argentinier mit 22 Punkten zwar auf Rang drei, der einen Startplatz in Russland versprach, doch Kolumbien (21), Ecuador (20), Chile (20) und Paraguay (18) blieben in Lauerstellung. Einzig Brasilien konnte sich schon nach diesem Spieltag um eine Unterkunft in Russland kümmern: Die Selecao thronte bequem mit 30 Punkten an der Tabellenspitze und nur noch theoretisch von den ersten Plätzen zu verdrängen.
Auffällig übrigens: Seit 2014, als Deutschland den UFWC-Titel an Argentinien verlor, verblieb der Titel nun schon in Süd- und Mittelamerika. So gilt bis heute, was in den Urzeiten der UFWC schon galt: Innerhalb eines Kontinents oder Verbands wechselt der Titel oft; ein Wechsel auf einen anderen Erdteil ist viel seltener.

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CHILE – Uruguay 3:1

15.11.2016, Estadio Nacional Julio Martínez Prádanos in Santiago de Chile

Die Verhältnisse im südamerikanische Fußball waren rund um das Jahr 2015 ausgeglichen wie lange nicht: Die Alphatiere Brasilien und Argentinien hatten ihre Krisen und Umbrüche, Nationen wie Chile, Kolumbien oder Uruguay starke Generationen und/oder Trainer, und Länder wie Paraguay, Peru oder Ecuador waren immer mal wieder und besonders zu Hause für eine Überraschung gut. Deshalb wechselt der UFWC-Titel in diesen Jahren munter auf dem Kontinent hin- und her, und deshalb konnte Chile sich durch einen 3:1-Heimsieg über Uruguay (Tore: 2x Sanchez, Vargas) in den Eliminatorias Sudamericanas für das WM-Turnier in Russland 2018 im November 2016 zum dritten Mal in knapp eineinhalb Jahren den Titel sichern.

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URUGUAY – Paraguay 4:0

6.9.2016, Estadio Centenario in Montevideo

Viele Länder gibt es nicht, die in den 2010er-Jahren einen besseren Angriff aufbieten konnten als Uruguay. Der Sturm Cavani-Suarez war es dann auch, der gegen Paraguay drei von vier Toren schoss und damit entscheidend zum Sieg beitrug. Die Südamerikaner holten sich damit den Titel zurück, den sie rund vier Monate zuvor gegen Mexiko bei der Copa América Centenario verloren hatten.

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PARAGUAY – Chile 2:1

2.9.2016, Estadio Defensores del Chaco in Asunción

Das nennt man Blitzstart: Schon nach neun Minuten stand es in Asunción 2:0 für Paraguay gegen die favorisierten Chilenen. Romero und da Silva trafen. Chile wehrte sich erst in Form eines Tores von Vidal (36.) und ab da in erster Linie körperlich: Vier gelbe Karten und eine rote sprechen für die harte Gangart. Ein wichtiger Heimsieg für Paraguay auf dem Weg zum WM-Turnier nach Russland 2018 in der südamerikanischen Qualifikation, die schon früh eng zu werden versprach.

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Mexiko – CHILE 0:7

18.06.2016, Levi’s Stadium in Santa Clara, 70.547 Zuschauer

22 Spiele war die mexikanische Nationalmannschaft ungeschlagen, zog mit sieben Punkten aus drei Spielen gegen Uruguay, Jamaika und Venezuela souverän als Gruppensieger ins Viertelfinale der Copa América Centenario in den USA ein – und dann das. Ein 0:7 gegen Chile, die höchste Niederlage eines amtierenden UFWC-Weltmeisters seit Ungarn 1941 (damals gegen Deutschland), sorgte für das überraschend deutliche Aus der Mexikaner. Matchwinner war der Hoffenheimer Eduardo Vargas mit vier Treffern.

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